Germany, Kraichtal | Title | Gottesdienst in der Menzinger Wasserschlossruine | ||
| Place name | Menzinger Wasserschlossruine | ||
| Date start | 05.09.2010 09:01 (624 Days Ago) | ||
| Date end | 05.09.2010 14:01 (624 Days Ago) |
1.Ökumenischer Gottesdienst in der Menzinger Wasserschlossruine
Anlässlich des 450. Todestages des Reformators Philipp Melanchthon
Kraichtal (do). Am Sonntag, 5. September, fand, bei strahlendem Sonnenschein, anlässlich des 450. Todestages von Philipp Melanchthon, das erste Mal ein ökumeischer Gottesdienst in der Wasserschlossruine in Menzingen statt. Der gesamte Innenhof der Ruine war bis auf den letzten Platz von Besuchern belegt. Pfarrer Albert bedankte sich bei seiner Eröffnungsrede bei Freiherr Domenicus von Mentzingen, der es ermöglichte, dass der Gottesdienst in dieser besonderen Atmosphäre stattfinden konnte. Danach rief Pastoralreferentin Beck zur Tauferinnerung und Erneuerung des Taufbekenntnisses auf. Während des Gottesdienstes wurden Dialoge zur Dankbarkeit in Worten und Liedern, wie „Vergiss nicht zu danken dem ewigen Gott“ und das bekannte Lied „Nun danket all und bringet Ehr“ gesungen. In Bezug auf Melanchthon wurde an sein Tun und Wirken erinnert. Auch erläuterte man Melanchthons Bezug zur Gemeinde Menzingen und dass er in seinem Schüler, David Chytraeus, der aus Menzingen stammte, einen guten Freund fand.
Die musikalische Umrahmung erfolgte, unter der Leitung von Lothar Gabriel, durch den Posaunenchor, der aus Mitgliedern von Oberacker und Menzingen bestand. Zu ihren Liedern gehörten zur Eröffnung die „Fanfare“ und zum Abschluss des Gottesdienstes „Finale“ von Traugott Fünfgeld, die sie gekonnt darboten. Ein extra für diesen Gottesdienst zusammengestellter, gemeinsamer Chor, der aus Mitgliedern der evangelischen, katholischen und ev.-methodistischen Kirche bestand, sang Lieder, wie „Jesus in my house“ von Judy Bailey. Gisbert Schumacher begleitete ihre Darbietungen auf seiner Gitarre.
Die Kollekte, eingesammelt von zwei Konfirmanden und zwei Firmanden, war für die Flutopfer von Pakistan bestimmt. Zum Abschluss des Gottesdienstes bedankte sich Pfarrer Gero Albert bei allen, die zum guten Gelingen des Open-Air-Gottesdienstes beigetragen haben. Weiter wies er darauf hin, dass der Heimat- und Museumsverein im Anschluss an den Gottesdienst eine kleine Bewirtung organisiert hat und Mitglied Hajo Rheinstädter allen Interessierten eine Führung durch die Ruine ermöglicht. Bürgermeister Ulrich Hintermayer, der sich dem Lob von Pfarrer Albert anschloss, bedankte sich ganz besonders bei „Petrus“, der für dieses gute Wetter gesorgt hatte. Den Musikern dankte er für ihr gutes Debüt.
Die Gottesdienstbesucher nahmen das Bewirtungsangebot des Heimat- und Museumsvereins im Vorhof der Wasserschossruine gerne an und verweilten so noch eine ganze Weile bei anregenden Gesprächen. Um 12.00 Uhr lud Hajo Rheinstädter zur Führung durch die Schlossruine und erzählte Historisches, wie auch Interessantes über das Wahrzeichen von Menzingen sowie von der Restaurierung der Ruine. Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass es eine gelungene Veranstaltung anlässlich des Todestages von Philipp Melanchthon war und man sich schon jetzt auf eine neue Veranstaltung in diesen historischen Gemäuern der Schlossruine freuen kann.
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