Ein gelungener Auftakt im Stadtmuseum Sinsheim

Ausstellung „1250 Jahre Kraichgau. Vielfalt in Geschichte und Gegenwart“ eröffnet

Bild (Stadtmuseum Sinsheim): Blick in die Ausstellung

Bild (Stadtmuseum Sinsheim): Thomas Adam zog die Zuhörer mit seinem Vortrag in den Bann

Bild (Stadtmuseum Sinsheim): Im Stadtmuseum gibt es jede Menge spannende Einblicke in die bewegte Geschichte der Region

Am vergangenen Freitag, den 17. Januar 2020, um 19:30 Uhr war es endlich soweit: Das Stadtmuseum Sinsheim startete gleich mit zwei Programmhighlights in die Heimattage Baden-Württemberg 2020. Ein voller Erfolg. Bereits eine halbe Stunde vor Eröffnung strömten die Menschen in den historischen Bürgersaal, der bald so voll sein sollte, dass man sich umgehend dazu entschied, die Veranstaltung noch in diesem Jahr zu wiederholen.

Nach der herzlichen Begrüßung durch Oberbürgermeister Jörg Albrecht stellte Thomas Adam, Kulturreferent der Stadt Bruchsal und an diesem Abend nicht nur Gastredner sondern auch Initiator der Ausstellung „1250 Jahre Kraichgau. Vielfalt in Geschichte & Gegenwart“, die Zuhörer vor die bewegende Frage: Was ist er denn eigentlich, der Kraichgau, diese Landschaft, die auch als badische Toskana bezeichnet wird, als das Land der tausend Hügel. Gespickt mit persönlichen Anekdoten, Witz und Charme versteht es Thomas Adam, seine Zuhörer in den Bann zu ziehen und sie mit der gleichen Leidenschaft, die ihn selbst antreibt, für seine Heimat zu begeistern.

Denn wer kam nicht selbst schon in Berührung mit dem historischen Erbe des Kraichgaus, den Burgen und Schlössern, wer kennt sie nicht, Namen wie Friedrich Hecker oder Philipp Melanchthon, wer hat nicht selbst schon die Weine der ihn umgebenden Reben verkostet oder hat beim Aufstieg der TSG 1899 Hoffenheim mitgefiebert? Nach dem Vortrag waren die Zuhörer eingeladen, die im Stadtmuseum Sinsheim neu eingerichtete Sonderausstellung „1250 Jahre Kraichgau“ zu besuchen, die an diesem Abend eröffnet wurde und die, Thomas Adam hätte es nicht treffender ausdrücken können, als verspätetes Geburtstaggeschenk angesehen werden kann.

Schließlich feierte die Region im vergangenen Jahr ihre Ersterwähnung im Lorscher Kodex im Jahr 769. Auf 26 Tafeln illustriert die Ausstellung die, wie der Untertitel treffend ankündigt, Vielfalt in Geschichte & Gegenwart des Kraichgaus, von den ersten Besiedlungsspuren, mittelalterlichen Minnesängern, über die Klosterlandschaft bis hin zu Landwirtschaft, Technologie und Industrie. Eine Auswahl an Museumsobjekten illustriert die Wanderausstellung und macht das Gelesene greifbar.

 

Die Ausstellung „1250 Jahre Kraichgau. Vielfalt in Geschichte & Gegenwart“ ist noch bis 23. Februar 2020 zu den regulären Öffnungszeiten und Eintrittspreisen des Stadtmuseums zu besuchen. Am 31.01. gibt es im Stadtmuseum um 19:00 Uhr die spannende Autorenlesung „Zwischen Kraichgau und Karibik“ und im Februar folgt der nächste Geschichtsvortrag der Vortragsreihe „Happy History – Sinsheimer Geschichte in Häppchen“.

 

Der Wiederholungstermin zum Vortrag „Was ist der Kraichgau?“ wird auf Juli 2020, in die Nähe des Höhepunktes des Jahres, der 1250 Jahrfeier, angesetzt. Der genaue Termin wird frühzeitig in der Presse bekannt gegeben.

Veranstaltungen Bruchsal

Zwischen Krieg und Versöhnung:

Künstlerische Annäherungen in Bildern, Objekten und

Installationen

Ausstellung

Freitag, 28. Februar – Dienstag, 17. März 2020

Eröffnung: Samstag, 29. Februar 2020, 15 Uhr

Bruchsal, Rathaus am Marktplatz

Kaiserstraße 66

Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 8-16 Uhr, Donnerstag 8-17 Uhr, Freitag 8-12 Uhr

Eintritt frei

Tiefe Zäsuren und Gewalterfahrungen fordern über Generationen dazu heraus, sich den traumatischen Ereignissen aus immer neuen Perspektiven heraus anzunähern: Im intensiven künstlerischen Austausch haben sich Teilnehmer/innen von Kunstkursen der Musik- und Kunstschule, der Fachklassen der MuKs, der Fotoklasse von Tom Naumann, in Workshops unter Leitung von Sabine Naumann und Svenja Ritter sowie Lehramtsanwärter des Pädagogischen Fachseminars in einem Workshop an der MuKs unter der Leitung von Tom Naumann mit der Erinnerung an die Zerstörung Bruchsals beschäftigt. Ebenso begaben sich Schüler/innen der Klassenstufe 9 des Schönborn-Gymnasiums mit ihrer Kunsterzieherin Birgit Schott auf die Suche nach neuen Zugängen. Ein weiterer Beitrag stammt von dem Austausch der Schülerinnen und Schüler des Heisenberg-Gymnasiums Bruchsal und des Jean-Baptiste Drouet College in Ste. Ménehould, Frankreich. Die Arbeiten suchen nach vielleicht bis heute tabuisierten Wahrheiten. Die nach wie vor aktuelle, kritische und engagierte Auseinandersetzung mit Krieg, Gewalt und Kriegszerstörung erhält eine künstlerisch offene Plattform.

 

Bilder und Literatur zu Krieg,

NS-Zeit und dem Luftangriff 1945

Ausstellung

Samstag, 29. Februar – Dienstag, 31. März 2020

Öffnungszeiten: Dienstag, Donnerstag, Freitag 13-18 Uhr, Mittwoch und Samstag 9.30-13 Uhr

Stadtbibliothek Bruchsal

Am Alten Schloss 4

Eintritt frei

In den Räumen der Bibliothek zeigt das Stadtarchiv Bruchsal historische Aufnahmen der zerstörten Stadt. Sie stammen größtenteils aus dem Besitz des Bruchsaler Fotografen Carl Ohler, der in den Jahren 1946/47 das Ausmaß der Zerstörung fotografisch für die Nachwelt dokumentiert hat. Ergänzt werden die Aufnahmen durch ausgewählte Archivalien und Exponate zum 1. März 1945 aus den Beständen des Stadtarchivs und des Städtischen Museums. Im selben Zeitraum präsentiert die Stadtbibliothek eine Auswahl ihrer Literatur zum Thema Nationalsozialismus und 2. Weltkrieg in und um Bruchsal. Die ausgestellten Titel sind entleihbar und werden ergänzt durch eine Literaturliste, die zum Mitnehmen ausliegt.

 

Vergessenes Bruchsal

Öffentliche Führung mit Rainer Kaufmann

Samstag, 29. Februar 2020

17 Uhr (Dauer: ca. 1,5 Stunden)

Treffpunkt: Bergfried, Am Alten Schloss

Teilnahmegebühr: 5 EUR pro Person

Anmeldung nicht erforderlich

Weiterer Termin im März: Dienstag, 31. März, 10 Uhr (seniorengerechte Führung)

Der Journalist und Kabarettist Rainer Kaufmann hat sich in meist kritischen Publikationen um die vergessene Geschichte Bruchsals bemüht. Die Führung durch die Bruchsaler Innenstadt und Obervorstadt zeigt Plätze und Gebäude, auf denen und in denen viele unerfreuliche historische Ereignisse stattfanden. Sie befasst sich auch damit, wie einseitig die offizielle Geschichtsschreibung der Stadt Bruchsal, vor allem nach dem 2. Weltkrieg, mit diesen historischen Ereignissen umgegangen ist. Gezeigt werden nicht mehr vorhandene Baudenkmäler, die dem Fortschritt weichen mussten. Eine alternative Stadtführung, die nachdenklich stimmen wird.

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Ein grauenhafter Tag liegt hinter uns“

Dokumentarfilm

Sonntag, 1. März 2020

9, 10, 11, 12 und 13 Uhr

Bruchsal, Cineplex (voraussichtlich Kinos 1 und 2)

Bahnhofstraße 56

Eintritt: 2 EUR. Karten erhältlich zu den Öffnungszeiten an der Kinokasse oder online: www.cineplex.de/film/ein-grauenhafter-tag-liegt-hinteruns/368974/bruchsal/

Im Mittelpunkt der 2010 entstandenen, einstündigen Dokumentation „Ein grauenhafter Tag liegt hinter uns“ des Bruchsaler Filmemachers Dirk Weiler stehen authentische Erzählungen von Zeitzeugen der Ereignisse des 1. März 1945. Experteninterviews u.a. mit Hubert Bläsi und Kurt Lupp ordnen die Geschehnisse ein. Emotionale Momente wechseln ab mit strikter Sachlichkeit, historische Darstellung mit menschlicher Betroffenheit, Gesprächsszenen mit erhaltenem altem Bildmaterial. Auch unerwartete Szenen fließen mit ein: So verlesen Gymnasiastinnen Aufsätze von damals gleichaltrigen Schülerinnen, die den erlebten Angriff kurz danach beschrieben hatten.

 

Krieg. Stell dir vor, er wäre hier

Theaterstück von Janne Teller

Sonntag, 1. März 2020

11 Uhr und 19.30 Uhr (Spieldauer: 40 Minuten)

Bruchsal, Badische Landesbühne, theater treppab

Am Alten Schloss 6

Karten: 9 EUR, ermäßigt 5 EUR

Tel. 07251-72723, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Ein Perspektivenwechsel als Gedankenexperiment: Es ist Krieg – hier in Europa, in Deutschland. Wer kann, flieht in den Nahen Osten, wie der 14-jährige Protagonist der Geschichte. In einem ägyptischen Flüchtlingslager sind er und seine Familie in Sicherheit, aber in einem fremden Land ein neues Leben zu beginnen, ist alles andere als einfach: Die Behandlung des Asylantrags zieht sich hin, das Ausharren im Lager ist zermürbend. Die anschließenden Versuche, in der fremden Gesellschaft Fuß zu fassen, scheinen vergeblich und allmählich stellt sich die bittere Erkenntnis ein, dort immer Außenseiter und Mensch zweiter Klasse zu bleiben.

 

75. Jahrestag der Zerstörung von Bruchsal

am 1. März 1945

Gedenkveranstaltung

Sonntag, 1. März 2020

12 Uhr

Bruchsal, Bürgerzentrum, Ehrenbergsaal

Am Alten Schloss 24

Öffentliche Veranstaltung

An die Kriegszerstörung des 1. März 1945 erinnert die Stadt Bruchsal zur Mittagsstunde des Jahrestages und richtet dabei den Blick in besonderem Maße auf den Umgang mit dem Gedenken an das traumatische Erleben in den seither vergangenen 75 Jahren. Die Mannheimer Historikerin Prof. Dr. Angela Borgstedt spricht über Erinnerungskultur im Kontext von Nationalsozialismus und Kriegszerstörung, Zeitzeugen berichten über die Ereignisse und über die Anstrengungen des Wiederbeginns in der zerstörten Stadt. Weitere Beiträge leisten Schülerinnen und Schüler des Schönborn-Gymnasiums und des Justus-Knecht-Gymnasiums. Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung findet eine Kranzniederlegung am Bergfried statt.

 

Gedenkkonzert in der Lutherkirche

Mit ökumenischen Fürbitten und Wortbeiträgen

Sonntag, 1. März 2020

14.15 Uhr

Bruchsal, Lutherkirche

Luisenstraße 6

Veranstalter: Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden (ACG) Bruchsal

Öffentliche Veranstaltung

Mit einem Gedenkkonzert, das sich direkt an die Veranstaltung der Stadt Bruchsal im Bürgerzentrum anschließt und daran anknüpft, erinnert die Arbeitsgemeinschaft christlicher Gemeinden (ACG) Bruchsal in der Lutherkirche an die Kriegszerstörung vom 1. März 1945. Fürbitten und Worte der Erinnerung, gesprochen von Vertretern beider Konfessionen, wechseln ab mit musikalischen Beiträgen von Organistin Barbara Ludwig und dem Bezirksbläserchor unter Leitung von Prof. Matthias Gromer.

 

 

Barocke Pracht neu entfaltet

Sonderführung im Schloss Bruchsal

Sonntag, 1. März 2020

15.30 Uhr (Dauer: 1,5 Stunden)

Bruchsal, Barockschloss, Schönbornstraße

Führung mit Claudia Reisch und Dr. Petra Pechacek

Treffpunkt an der Schlosskasse

Teilnehmer/innen an der einmaligen unentgeltlichen Sonderführung erhalten freien Eintritt. Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Tickets (max. 2 Karten pro Abholer) sind ab Dienstag, 28. Januar an der Schlosskasse im Barockschloss Bruchsal erhältlich.

Die Zerstörung Bruchsals durch einen Fliegerangriff in den letzten Wochen des Zweiten Weltkrieges hat sich in das Gedächtnis der Stadt eingebrannt. Auch das Bruchsaler Schloss wurde dabei fast vollständig zerstört. Zwei Fachleute berichten über das Schicksal der einstigen Residenz: Die Architektin von Vermögen und Bau Baden-Württemberg und die Konservatorin der Staatlichen Schlösser und Gärten. Sie spannen den Bogen von den Kriegsjahren über die Wiedereröffnung 1975 bis zum Abschluss des erneuten Aufbaus mit der Wiederherstellung der fürstbischöflichen Appartements im Jahr 2017.

 

Mathildes Reise

Animationsfilm, Installation

Sonntag, 1. März 2020, 17 Uhr

Bruchsal, Deutsches Musikautomaten-Museum, Schloss Bruchsal

Treffpunkt an der Schlosskasse, Teilnehmerzahl auf 25 Personen begrenzt.

Eintritt zur Sonderveranstaltung frei, Voranmeldung erforderlich und erbeten ab Dienstag, 28. Januar an das Deutsche Musikautomaten-Museum, Tel. 07251-74-2652, E-Mail Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Am Jahrestag der Kriegszerstörung zeigt das Deutsche Musikautomaten-Museum (DMM) im Flur des Treppenhauses ein künstlerisches Zeitdokument der besonderen Art. In ihrem Animationsfilm „Mathildes Reise. Schloss Bruchsal. Orchester der Bilder 4“ verarbeitet die in Bruchsal geborene Hamburger Künstlerin Carmen Oberst die Erinnerungen ihrer damals bei Siemens tätigen Mutter Mathilde, einer Augenzeugin des 1. März 1945, mit Filmsequenzen des wiedererstandenen Schlosses Bruchsal und seinen Räumen – darunter auch das DMM. Die Installation wird nach ihrer Erstaufführung in den folgenden Monaten weiterhin zu sehen sein.

 

Abendliches Friedenskonzert mit Chor und Orchester

Werke von Beethoven, Mendelssohn und Pärt

Sonntag, 1. März 2020, 18 Uhr

Bruchsal, Hofkirche St. Damian und St. Hugo

Schlossraum 8

Veranstalter: Katholisches Bezirkskantorat Bruchsal und katholische Kirchengemeinde St. Vinzenz Bruchsal

Eintritt auf Spendenbasis

Zusammen mit großen Teilen der Stadt und dem Schloss wurde auch die Hofkirche St. Damian und St. Hugo am 1. März 1945 völlig zerstört. Ihr Wiederaufbau erfolgte in sichtbarer Abgrenzung gegen die frühere barocke Gestaltung. Mit einem Chor- und Orchesterkonzert erinnert die Katholische Bezirkskantorei Bruchsal unter Leitung von Dominik Axtmann an den Jahrestag der Kriegszerstörung und schlägt einen Bogen von Friedensmusiken zwischen Gregorianik und Gegenwart. Zur Aufführung kommen die Messe C-Dur op. 86 von Ludwig van Beethoven (1770-1827), die Psalmvertonung „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847) sowie das lateinische Friedensgebet „Da pacem Domine“ als gregorianische Antiphon und in der Vertonung von Arvo Pärt (2004).

 

Nächtliche Projektion an der Schlossfassade:

Zerstörung und Wiederaufbau von Bruchsal

Sonntag, 1. März 2020

19.30 bis 22 Uhr (jeweils in 30-minütiger Abfolge)

Bruchsal, Schloss, Ehrenhof

Veranstalter: Stadt Bruchsal und Staatliche Schlösser und Gärten Baden-Württemberg

Öffentliche Veranstaltung

Bilder der am 1. März 1945 zerstörten Stadt und des Barockschlosses Bruchsal, dazu Aufnahmen vom Wiederaufbau und dem allmählichen Überwinden dieser Verwüstungen: Mit einer etwa 20-minütigen Projektion an der Ehrenhofseite der Schlossfassade erinnern die Stadt Bruchsal und die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg gemeinsam an die Ereignisse vor 75 Jahren: Eine leise und nachdenkliche Mahnung. Nach Ende des abendlichen Friedenskonzerts in der Hofkirche wird die Projektion im Ehrenhof des Schlosses erstmals um 19.30 Uhr gezeigt und in 30-minütiger Abfolge noch fünf weitere Male wiederholt (20 Uhr, 20.30 Uhr, 21 Uhr, 21.30 Uhr und 22 Uhr).

 

Bruchsal: Ein städtebauliches Ensemble der Wiederaufbau-Architektur

Stadtführung mit Prof. Dr. Hartmut Ayrle

Samstag, 7. März 2020

16 Uhr

Treffpunkt: Rathaus am Otto-Oppenheimer-Platz, Haupteingang

Teilnahme kostenfrei

Die Kriegszerstörung 1945 hat Bruchsal völlig verändert. Nachdem 80% der Innenstadt verbrannt waren, entstand sie innerhalb der kommenden anderthalb Jahrzehnte neu auf den alten Grundstückszuschnitten, jedoch mit modernisierten Fassaden. Heute ist die Innenstadt von Bruchsal ein städtebauliches Ensemble der Wiederaufbau-Architektur. In ihrer Einheitlichkeit zeigen die Gebäude mit ihren symmetrischen Grundstrukturen eine ebenso reizvolle wie unaufgeregte Formsprache voller ansprechender Details. Es lohnt sich deshalb, mit einem zweiten Blick genauer hinzuschauen. Die Führung von Hartmut Ayrle, Leiter des Stadtplanungsamtes Bruchsal, bietet ungewohnte Perspektiven zu der Formensprache lang gewöhnter Stadträume.

 

Ludwig Marum (1882-1934): Ein Leben für Recht und Republik

Wanderausstellung

Donnerstag, 19. März – Freitag, 17. April 2020

Eröffnung: Mittwoch, 18. März 2020, 19 Uhr

Bruchsal, Rathaus am Marktplatz, Kaiserstraße 66

Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch 8-16 Uhr,

Donnerstag 8-17 Uhr, Freitag 8-12 Uhr

Eintritt frei

Eine Wanderausstellung des Landesarchivs Baden-Württemberg, der Gedenkstätte Deutscher Widerstand und des Forums Ludwig Marum e.V.

Der badische SPD-Politiker und Reichstagsabgeordnete Ludwig Marum, der in Bruchsal das Gymnasium besuchte, setzte sich sein Leben lang für Demokratie, Toleranz und Rechtsstaatlichkeit ein. Gegen Antisemitismus und Nationalsozialismus bezog der Rechtsanwalt mit jüdischen Wurzeln eindeutig Stellung, was ihn 1934 im Konzentrationslager Kislau sein Leben kostete. Die Wanderausstellung würdigt den überzeugten Republikaner, eines der frühen Opfer des NS-Terrors, als Identifikationsfigur und Vorbild für gesellschaftliches Engagement und unerschrockenen Einsatz.

 

Café Europa: Wochen gegen Rassismus

Respekt! Kein Platz für Rassismus!

Sonntag, 22. März 2020

11 Uhr

Bruchsal, Badische Landesbühne, Profa

Wilderichstraße 31

Karten zum Preis von 8 EUR, ermäßigt 5 EUR

Tel. 07251-72723, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Obwohl Rassismus laut Grundgesetz verboten ist, werden in Deutschland täglich Menschen aufgrund ihrer Herkunft oder ihres Aussehens benachteiligt. Rechtspopulisten schüren Fremdenhass, die „sozialen“ Medien strotzen vor Hate Speech und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit und auf dem Weihnachtsmarkt werden „Mohrenköpfe“ verkauft. Rassismus ist immer hässlich, oft sehr laut und noch öfter leise und subtil. Ich bin doch kein Rassist, wenn ich meinen dunkelhäutigen Nachbarn frage, woher er eigentlich kommt. Oder doch? Was ist Alltagsrassismus und wie können wir ihm begegnen? Eine Lesung für Respekt und gegen Rassismus!

 

Bruchsal unterm Hakenkreuz

Ein alternativer Stadtrundgang mit Dr. Rüdiger Czolk

Sonntag, 22. März 2020

13.30 Uhr

Treffpunkt: Vor dem Rathauseingang, Kaiserstraße 66

Teilnahme kostenfrei, um Spenden wird gebeten

In einer rund anderthalbstündigen Veranstaltung führt Dr. Rüdiger Czolk von der Friedensinitiative Bruchsal die Teilnehmer an Plätze in der Stadt, die Zeugnisse für den Nationalsozialismus und seine Gräuel in Bruchsal sind. Neben dem Platz, wo die Synagoge niedergebrannt wurde, geht es auch vorbei an einer ehemaligen Hinrichtungsstätte oder zum früheren NDSAP-Parteilokal, wo politische Gegner malträtiert wurden. Unter dem Motto „Wider das Vergessen“ möchte die Friedensinitiative mit diesem Stadtrundgang nicht anklagen, sondern erinnern, um Ähnliches zu verhindern. Die Führung findet statt im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus.

 

Vortrag von Dr. Michael Blume

Antisemitismusbeauftragter im Staatsministerium

des Landes Baden-Württemberg

Donnerstag, 26. März 2020

19 Uhr

Bruchsal, Pfarrsaal der Luthergemeinde

Luisenstraße 1C

Veranstalter: Förderverein Haus der Geschichte der Juden Badens e.V.

Eintritt frei

Auf Einladung des Fördervereins Haus der Geschichte der Juden Badens e.V. wird der Religionswissenschaftler Dr. Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter im Staatsministerium des Landes Baden-Württemberg, im Rahmen der Aktionswochen gegen Rassismus in Bruchsal sprechen. Dr. Blume, der u. a. fordert, den Bruchsaler Ludwig Marum und dessen Ehefrau Johanna als landesgeschichtliche Identifikationsfigur zu stärken und zu ehren, wird in seinem Vortrag aufzeigen, wie sich Antisemitismus nicht nur gegen Juden richtet, sondern häufig auch die gesamte demokratische Gesellschaft und ihre Vertreter angreift.

 

Flucht aus Syrien

Ein szenischer Bericht über Aufbrüche und Ankünfte

Sonntag, 29. März 2020

19.30 Uhr

Bruchsal, Badische Landesbühne, Stadttheater, Hexagon

Am Alten Schloss 24

Freier Eintritt, Spenden sind willkommen

Im Rahmen der Wochen gegen Rassismus zeigt die Badische Landesbühne einen von jungen Syrerinnen konzipierten szenischen Abend. Als in ihrer Heimat der Krieg begann, verließen Amani Aljbari, Tasneem Kaddah und Samar Turki das Land und begaben sich auf eine Reise, die sie als „Todesreise“ bezeichnen. Sie kamen in einem Land an, das sie vor ganz neue Herausforderungen stellt. Häufig stoßen sie in ihrem Alltag in Deutschland auf Missverständnisse und Diskriminierungen. Der von ihnen entwickelte szenische Bericht soll aufklären und mit Klischees aufräumen. Die Schülerinnen erzählen darin von ihren Aufbrüchen aus Syrien und ihren Ankünften in Deutschland, geben Einblicke in die gesellschaftlichen und religiösen Strukturen ihres Heimatlandes und erzählen von ihren Träumen und Wünschen. Um auch über die Bühnenkante hinaus in einen Austausch treten zu können, findet im Anschluss an die Vorstellung ein Nachgespräch mit den drei Darstellerinnen statt.

 

Sancta Maria im Nationalsozialismus

Eine Ordensschule im Dritten Reich

Montag, 30. März

16 Uhr

Katholische Fachschule für Sozialpädagogik Sancta Maria

Hochstraße 6, Bruchsal

Informationen: www.fsp-sanctamaria.de, E-Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Öffentliche Veranstaltung

Die Katholische Fachschule für Sozialpädagogik Sancta Maria in Bruchsal entwickelte sich aus der 1888 genehmigten „privaten Haushaltungsschule St. Marien in Bruchsal“. In der Zeit von 1933 bis 1946 veränderten sich die Voraussetzungen zum Besuch der Schule mehrfach. Am 20. Juli 1939 wurde die Weiterführung der Schule durch die Nationalsozialisten untersagt. Die Wiedergenehmigung erfolgte im Februar 1946. Die wechselvolle Geschichte der Schule im Dritten Reich, die Zweckentfremdung des Gebäudes sowie die Drangsalierung von Ordensschwestern und deren Familien haben Schülerinnen und Schüler „des Sancta“ im Rahmen der Bruchsaler Gedenktage erforscht und stellen diese der Öffentlichkeit mit einem kurzen Rahmenprogramm vor.

Am 26. Januar

 

Die Stadt lädt zum 16. Neujahrskonzert

 

Mannheimer Stamitz-Orchester spielt im Bürgerzentrum Bruchsal

 

Bruchsal (PM). Bereits zum 16. Mal seit 2005 lädt die Stadt Bruchsal zum klassischen Neujahrskonzert ein – und heißt aus diesem Anlass wieder das traditionsreiche, weit über die Landesgrenzen hinaus bekannte Mannheimer Stamitz-Orchester in der Barockstadt willkommen. Am kommenden Sonntag, den 26. Januar 2020, wartet das Ensemble ab 18 Uhr im Bürgerzentrum mit Werken von Ernst von Dohnányi, Béla Bartók und Johannes Brahms auf.

Dessen melodienreiche 3. Sinfonie, im Sommer 1883 fertiggestellt und dank ihrer harmonischen Wendungen vom zeitgenössischen Publikum „stürmisch und jubelnd“ aufgenommen, steht neben Bartóks Klavierkonzert Nr. 3 in E-Dur im Mittelpunkt des Abends.

Als Solistin brilliert die Pianistin Asli Kilic. Regelmäßig ist sie als Solistin zu Gast bei Festivals, ihre beiden CD-Veröffentlichungen fanden großen Anklang bei der Fachpresse, internationale Tourneen sind Teil ihres künstlerischen Lebens. Ebenfalls zur Aufführungen gelangen am 26. Januar Ernst von Dohnányis 1933 entstandene „Sinfonische Minuten“, fünf kurzweilige und effektvolle Episoden, in denen vor allem die Holzbläser bestimmend sind.

Noch bis einen Tag vor der Veranstaltung sind Karten der Kategorie 2 zum Preis von 13 Euro – mit Ermäßigungen für Schüler, Studenten, Freiwilligendienstleistende, Arbeitslose und Schwerbehinderte – bei der Touristinformation Bruchsal (Am Alten Schloss 2, Tel. 07251/ 5059461) sowie weiteren Vorverkaufsstellen erhältlich (www.reservix.de). Restkarten gibt es dann noch, so lange der Vorrat reicht, am Konzertabend ab 17 Uhr an der Abendkasse im Bürgerzentrum.

 

Fotos des Stamitz-Orchesters:

Foto 1: Max Trinter

Foto 2: SOM

"Weltklassik am Klavier – Mozart und die Liebe - Don Giovanni!"
Klavierkonzert mit Luiza Borac

Sonntag, den 02.02.2020, 17:00 Uhr im Wasserschloss Bad Rappenau


 Luiza Borac (Foto: Henrike Schunck)

Erleben Sie in einem weiteren Konzert aus der Erfolgsreihe „Weltklassik am Klavier“ die Pianistin Luiza Borac mit Werken von Mozart, Chopin, Bizet und Liszt.

Als eines der Meisterwerke des Genres wurde Mozarts "Don Giovanni" oft als "die Oper aller Opern" bezeichnet. Von der Verliebtheit in "Reich' mir die Hand, mein Leben" zu der verführerischen "Serenade" und der berühmten "Champagne-Arie" erforscht Mozart in seiner Oper das ganze Phänomen Liebe auf seine eigene geniale Weise.


Angelehnt an die Opern-Highlights sind seine äußerst erfinderischen Originalwerke für Klavier, die zwei Rondos - D-dur KV 485 und a-moll KV 511 - und die 12 Variationen über das französische Volkslied "Ah, vous dirai-je Maman" das in Deutschland als Weihnachtslied bekannt ist.
Mozarts "Don Giovanni" inspirierte zahlreiche Komponisten, darunter Georges Bizet, Frédèric Chopin und Franz Liszt, die Arrangements und Konzertparaphrasen auf "Don Giovanni" im großen romantischen und höchstvirtuosen Stil komponierten.

Luiza Borac wurde als "ein Traum von einer Pianistin" (Rondo), "würdige Botschafterin für ein Genie" (Music & Vision) und als Pianistin mit subtiler, aber absoluter Meisterschaft"(BBC Music Magazine) gefeiert.
Die gebürtige Rumänin begann ihre Musikausbildung mit vier Jahren. Jeweils mit der höchsten Auszeichnung schloss sie ihr Studium an der Musikhochschule Bukarest und später die Solistenklasse an der Hochschule für Musik und Theater Hannover ab. Luiza Borac ist Gewinnerin von Preisen in rund 30 Wettbewerben, u.a. den BBC Music Award für die Weltpremiere der Einspielung der Klavierwerke von George Enescu.

Folgerichtig promovierte Luiza Borac 2014 über das Klavierwerk George Enescus - summa cum laude. Luiza Borac arbeitet eng mit verschiedenen international bekannten Wohltätigkeitsorganisationen zusammen. Dazu gehören das Projekt Music In Our Schools“ der Bachauer Foundation, das MENORAH Projekt für die jüdischen Opfer im norddeutschen Schaumburg-Lippe sowie eine rumänische Einrichtung, die in der Heimat der Künstlerin Waisen- und Straßenkinder unterstützt. 2011 wurde sie Ambassadrice de la Cité épiscopale der UNESCO-Stadt Albi, die ihr für ihr Engagement in Polio Plus, auch ihre Ehrenmedaille verlieh. Im Jahr 2017 wurde ihr die Paul-Harris Medaille des internationalen Rotary Clubs für humanitäre Projekte verliehen.

Karten für das Konzert im Wasserschloss Bad Rappenau, Hinter dem Schloss 1, 74906 Bad Rappenau kosten 25 Euro, Studenten zahlen 15 Euro, Jugendliche bis 18 Jahren haben freien Eintritt. Platzreservierungen: telefonisch unter 0211/9365090 oder per Email an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Weitere Termine der Reihe „Weltklassik am Klavier“ im Wasserschloss Bad Rappenau:

  • Sonntag, den 05.04.2020 um 17:00 Uhr: NADEJDA VLAEVA – „Eine Reise durch die Welt der Phantasien - Liebestod und Jagdsonate!"
  • Sonntag, den 07.06.2020 um 17:00 Uhr: YU MI LEE – „Bunte Vielfalt: Alla Turka und Grand Polonaise Brillante!"
  • Sonntag, den 09.08.2020 um 17:00 Uhr: SHOKO KAWASAKI - "Phantasien von Chopin, Sonate von Beethoven und Moments Musicaux!"
  • Sonntag, den 11.10.2020 um 17:00 Uhr: MARIE ROSA GÜNTER - "Gesänge der Frühe - und die Wut über den verlorenen Groschen!"
  • Sonntag, den 13.12.2020 um 17:00 Uhr: KATIE MAHAN - "Ode an die Freude - Aus der 9. Symphonie und drei herrliche Sonaten!"

Infos: www.weltklassik.de

 

Siehst Du es auch! Spürst Du es auch! Schmeckst Du es auch!

Stadt Kraichtal und Kraichgau-Stromberg Tourismusverein wecken Emotionen bei den Besuchern der CMT in Stuttgart und verführen zu Ausflügen in die „Landschaft zum Durchatmen“ und das „Land der 1000 Hügel“


Das Messeteam der Stadt Kraichtal: Destillateur Bernhard de Bortoli, Touristikerin Ellen von der Krone, Gästeführer Alfred Weber (v. l. n. r.).

Kraichtal (sn). Am vergangenen Freitag, 17. Januar, präsentierte die Stadt Kraichtal zum wiederholten Male ihre touristischen Highlights auf der weltgrößten Tourismusmesse CMT. Der neugestaltete gemeinsame Messestand des Kraichgau-Stromberg Tourismusvereins und der Stadt Kraichtal bot die perfekte Kulisse, um für das vielfältige Ausflugsangebot rund um Kraichtal zu werben. Emotionale, hinterleuchtete Fotos und eingängige Slogans wie „Zu Fuß!“ und „Per Rad!“ zogen die Aufmerksamkeit zahlreicher Messebesucher auf sich und ließen viele kurzweilige Gespräche entstehen, in denen es dem Messeteam gelang, den Besuchern die Vorzüge Kraichtals näherzubringen.

So konnte Wanderführer und Destillateur Bernhard de Bortoli mit seiner Expertise rund um das Hohlwegwandern und die hochprozentigen Erzeugnisse der Kraichtaler Obstwiesen etliche Zuhörer in seinen Bann ziehen und sorgte mit humorvollen Anekdoten und kleinen Kostproben seiner Edelbrände für gelöste Stimmung unter den Besuchern. Sein touristisches Angebot „Hohlwege und Kulinaria“ fand großen Anklang. Sicher wird man bei der Stadt Kraichtal einen Anstieg der Nachfrage nach diesem Programm feststellen können.

In diesem Jahr wurde das Messeteam unterstützt durch den erfahrenen Gästeführer Alfred Weber, der es wunderbar verstand, den Messebesuchern die Besonderheiten der Gochsheimer Museen näherzubringen. Für das Badische Bäckereimuseum und das Zuckerbäckermuseum rührte er kräftig die Werbetrommel und ließ keine Frage der Interessenten unbeantwortet. Touristikerin Ellen von der Krone stellte erfreut fest, dass viele Besucher der Messe gezielt das Kraichtaler Messeteam ansprachen, um nach Angeboten für Gruppenausflüge zu verlangen.

Der alljährliche Familienausflug ins Grüne mit Programm für Großeltern und Enkelkinder, der Wandertag der Schulklasse, ein Betriebsausflug mit Museumsbesuch und anschließender Einkehr – all dies wurde angefragt. Hier zeigte sich, dass Kraichtal durch sein vielseitiges touristisches Gruppenangebot bestens aufgestellt ist und somit für jeden Interessent das passende Angebotspaket geschnürt werden kann. Wandern und Radfahren sind die Themen, die bei Individualreisenden und Tagestouristen ganz großgeschrieben werden.

Hier zeigte sich, dass der gemeinsame Messeauftritt des Kraichgau-Stromberg Tourismusvereins und der Stadt Kraichtal die perfekte Symbiose ist, denn so konnte man mit den nagelneuen Rad- und Wanderkarten des KST den Interessenten einen umfassenden Überblick über die Region verschaffen und mit den zehn Wandertouren rund um Kraichtal sowie dem Kraichradweg auch konkrete Vorschläge für einen lohnenswerten Ausflug in den Kraichgau unterbreiten. Ruhe und Natur pur, familientaugliche Wanderungen, ein feines kulturelles Angebot, Erreichbarkeit per Bahn – die Vorzüge Kraichtals kamen gut an und so mancher Besucher verabschiedete sich vom Messeteam mit dem Versprechen: „Wir sehen uns in Kraichtal!“

Festschrift zum Stadtjubiläum ab sofort erhältlich

Interessante Einblicke in die Stadtgeschichte

 

Sinsheim feiert 1250-jähriges Jubiläum. Zu diesem feierlichen Anlass hat die Stadt eine Festschrift herausgegeben, die das historische ebenso wie das moderne Sinsheim abbildet und einen interessanten Überblick über die einzelnen Stadtteile, die touristischen Leuchttürme und die liebenswerten Besonderheiten der Großen Kreisstadt bietet. Von der Ersterwähnung im Lorscher Codex im Jahre 770 bis ins Jahr der Heimattage Baden-Württemberg in Sinsheim 2020 bietet die hochwertige, reich bebilderte Broschüre viele interessante Einblicke in die Stadtgeschichte und jede Menge Wissenswertes zu Sinsheim.

Beim Neujahrsempfang der Stadt wurde die Festschrift, die in einer Gesamtauflage von 6.000 Exemplaren erscheint, erstmals präsentiert. Ab sofort können alle interessierten Bürgerinnen und Bürger die Festschrift im Bürgerbüro der Stadt, in der Tourist-Info und in den Verwaltungsstellen abholen.

"GROSSES KINO AM PIANO" mit Mathias Bozó

Samstag, 25.01.2020, 19:30 Uhr, Wasserschloss Bad Rappenau

 

Erleben Sie ein buntes Programm mit Filmmelodien und -songs aus über 70 Jahren Filmgeschichte - von "Casablanca" bis "der Hobbit" mit dem Vollblutmusiker und Allrounder Mathias Bozó im Dachgeschoss des Wasserschlosses.

Wenn er spielt und singt, überzeugt er durch Dynamik, Spiellust und Emotionalität. In seiner Jugend durchlief er zehn Jahre Klavierausbildung und studierte danach Musiktherapie in Heidelberg. Nach seinem Wechsel nach Lüneburg verschrieb er sich einige Jahre vorrangig der improvisierten Musik. Dann fing er auch an, in Pop/Rock Bands die Bühnen um Hamburg und Lüneburg zu bespielen und konzertante Solo-Programme mit deutschen Chansons, den besonderen Liedern von Udo Jürgens - und jetzt auch mit Filmmelodien, aufzuführen.

Sein erster Auftritt im Wasserschloss Bad Rappenau mit seinem Programm „Bozó singt Jürgens“ war ausverkauft und ein voller Erfolg. Das Konzertprogramm „großes Kino am Piano“, das er am 25.01.2020 im Wasserschloss präsentiert, umfasst die gesamte Zeit des Tonfilms. Es werden Melodien und Lieder sowohl aus Filmklassikern wie "der Clou", "Casablanca", "Dschungelbuch" oder "der Pate" zu hören sein - und auch von neueren Filmen wie "die fabelhafte Welt der Amelie", "das Piano" oder "Fluch der Karibik". Außerdem gibt es eine bunte Titelmelodie-Auswahl, z.B. "Miss Marple", "James Bond", "Tom+Jerry" und "die Simpsons".

Mehr Infos unter www.mathiasbozo.de

Kartenvorverkauf:

Karten für das Konzert mit Mathias Bozó am Samstag, dem 25.01.2020 um 19:30 Uhr im Dachgeschoss des Wasserschlosses kosten 14 Euro im Vorverkauf und 16 Euro an der Abendkasse.

Vorverkaufsstellen:

Bürgerbüro im Rathaus Bad Rappenau, Kirchplatz 4, Tel.: 07264/922-321

Gästeinfo im Foyer des RappSoDie, Salinenstr. 37, Tel.: 07264/922-393

Online-Ticket-Verkauf: https://tivents.de/veranstalter/kulturamt-bad-rappenau

Hotline am Veranstaltungstag: 01590 41 53057

Eröffnung der Tourist-Info im Stadtmuseum stößt auf großes Interesse

Am Eröffnungswochenende der Tourist-Info im Stadtmuseum war das Schmuckstück im Herzen der Stadt so belebt wie schon lange nicht mehr. Nach der feierlichen Einweihung mit geladenen Gästen aus Sinsheim und der Region am Freitagnachmittag stand die Tourist-Info am Samstag jedermann offen. Knapp 300 Besucher wollten die Tourist-Info kennenlernen, beteiligten sich an den Bastel- und Mitmach-Angeboten oder nutzten die Gelegenheit, das Stadtmuseum mal wieder oder auch zum ersten Mal zu besichtigen. Das Team der Tourist-Info und des Stadtmuseums freute sich über den großen Zuspruch. Auch Oberbürgermeister Jörg Albrecht zeigte sich begeistert anlässlich dieser positiven Resonanz.

Mit der Eröffnung der Tourist-Info kann der Service für Gäste, Bürger und Besucher deutlich gesteigert werden. Besucher erhalten dort Informationen rund um das touristische Angebot in der Sinsheimer Erlebnisregion. Auch Eintrittskarten für Veranstaltungen und Souvenirs können erworben werden. Die Türen stehen Mo. - Fr. von 10:00 - 17:00 Uhr, an Samstagen von 9:00 – 13:00 Uhr offen. Das Stadtmuseum hat darüber hinaus auch sonntags von 11:00 – 17:00 Uhr geöffnet.

 

 

 

1250 Jahre Kraichgau.
Vielfalt in Geschichte und Gegenwart

Ausstellung im Stadtmuseum Sinsheim

 

„In pago Creichgouue“ – mit diesem Eintrag im Codex des Klosters Lorsch, datiert auf den 11. Juni 769, wird vor 1250 Jahren erstmals eine Landschaft beim Namen genannt, die heute als „badische Toskana“ und als „Land der tausend Hügel“ bekannt ist. Seine Burgen und Schlösser, Fachwerkdörfer und Heimatmuseen, traditionsreichen Feste und Bräuche zeichnen den Kraichgau ebenso aus wie seine zentrale Lage inmitten wirtschaftlich starker Regionen und Großstädte. Sinsheim wurde schon in historischer Zeit als „Nabel des Kraichgaus“ bezeichnet und ist auch heute noch zentraler Ort inmitten einer bewegten Region.

Aus Anlass des Jubiläums ist eine Wanderausstellung entstanden, die wohl zum ersten Mal den Versuch unternimmt, in dieser Form die Vielfalt, Besonderheiten und historische Entwicklung des Kraichgaus zu dokumentieren. Auf 27 Tafeln erfahren Besucher von Adel und Burgen, von Landwirtschaft und Technologie, von Religion und Bevölkerungswandel.

Das Sinsheimer Stadtmuseum, wie könnte es als „Nabel des Kraichgaus“ auch besser passen, ist seit dem 18. Januar 2020 die erste Station dieser Wanderausstellung. Eigene Objekte sowie Leihgaben rund um die Sinsheimer Geschichte ergänzen den Ausstellungsbesuch. Dabei kommen auch Objekte, die lange Zeit im Depot des Museums schlummerten, wieder ans Licht und geben greifbare Einblicke in die Geschicke der Stadt. Damit startet das Museum offiziell in die Heimattage Baden-Württemberg, die 2020 in Sinsheim zu Gast sind.

Die Ausstellung ist vom 18. Januar bis zum 23. Februar 2020 im Stadtmuseum Sinsheim zu den regulären Öffnungszeiten und Eintrittspreisen zu besichtigen.

Eintrittspreis: Erwachsene 3 € / Kinder, Ermäßigte 1 €

 

 

Das Stadtmuseum Sinsheim hat seit dem 11. Januar 2020 außerdem neue erweiterte Öffnungszeiten:

 

Mo-Fr 10-17 Uhr

Sa 9-13 Uhr

So 11-17

 

Bild: Erster Blick in die Ausstellung

Bildnachweis: Stadtmuseum Sinsheim

Schule und Kindergarten in Menzingen mit Hefeteiggebäck auf das neue Jahr eingestimmt

BU 1: Bürgermeister Ulrich Hintermayer mit Ehefrau Christine (Bildmitte hinten) mit Schulleiterin Anja Hendriks (hinten rechts)umringt von Schülerinnen und Schülern sowie den weiteren Lehrkräften der Schule.

BU 2: Bürgermeister Ulrich Hintermayer mit Ehefrau Christine (Bildmitte hinten), daneben Kindergarten-Leiterin Ulrike Böß vor der Brezelverteilung.

Kraichtal(sn). Auch in diesem Jahr wurde am Tag nach dem Neujahrsempfang der Stadt Kraichtal, der am 12. Januar in Menzingen stattfand, wieder eine große Neujahrsbrezel an die Grundschule und den evangelischen Kindergarten verteilt. Am Montag, 13. Januar, besuchte Bürgermeister Ulrich Hintermayer, zusammen mit seiner Ehefrau, zunächst die Grundschule. Dort wurde er bereits freudig erwartet und mit einem Lied zur Jahresuhr herzlich empfangen. Nach einer kurzen Begrüßungsrede wurde dann die von der Bäckerei Föckler aus Gochsheim gespendete und frisch aus dem Backofen gelieferte Neujahrsbrezel angeschnitten und an die Kinder und das Lehrerteam verteilt. Gerne nahmen die Kinder die Brezelstücke in Empfang und ließen sich diese schmecken, bevor es nach der willkommenen Abwechslung wieder zurück zum Unterricht ging.
Als nächstes Ziel war der evangelische Kindergarten an der Reihe. Auch hier wurde der Bürgermeister schon sehnsüchtig von den versammelten Kindern erwartet und die große Neujahrsbrezel der Bäckerei Föckler stand auch schon bereit und wartete darauf, an die kleinen Genießer verteilt zu werden. Zunächst wurde der Rathauschef mit dem Lied „Schubidubidua – wir sind heut alle da“ empfangen, bevor er die Kinder und ihre Erzieherinnen mit einer kurzen Ansprache begrüßte. Danach erfolgte auch hier die Verteilung des Neujahrsbrezels. Mit großem Appetit ließen sich auch die Kleinen die Brezel schmecken und bald war nur noch ein kleines Stückchen des Gebäcks übrig.